EIN INNOVATION LAB AUFBAUEN

Die 5 Erfolgsfaktoren kreativer Teams

Was ist ein Innovation Lab?

Die digitale und agile Transformation ist in vollem Gange. Innovation Labs sind für Unternehmen ein bewährtes Instrument, um die Kreativität der Mitarbeiter zu fördern. 

In den Labs werden sowohl innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickelt als auch neue Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit ausprobiert. Oft haben die Labs Zugriff auf neueste Technologie und profitieren von der Vernetzung mit marktbegleitenden Unternehmen.

In den letzten Jahren sind Innovation Labs wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie sind derzeit das bevorzugte Mittel der Unternehmen, um die digitale und agile Transformation voranzutreiben. 

Dabei orientieren sich die deutschen Unternehmen am Vorbild des Silicon Valley, wo in den Innovation Labs neue zukunftsfähige Geschäftsideen mit teils disruptiver Kraft entstehen. 
In den Laboren hierzulande wird mit Begeisterung und Spaß an neuen digitalen Geschäftsmodellen, Produkten und Services gefeilt.

Die internetbasierte Vernetzung und digitale Fabrikation schreitet voran und steigert die Komplexität und Beschleunigung der Arbeitsprozesse. Diese Entwicklung erfordert inter- und transdisziplinäre Formen der Zusammenarbeit. 

Nur eine solche Arbeitsweise verspricht die Lösung aktueller Probleme und Herausforderungen. Innovation Labs sind für diese Art des Teamwork perfekt geeignet.
Was kaum einer weiß: Labore haben in der Organisationsentwicklung (OE) eine lange Tradition. Die Laboratoriumsmethode und das darauf basierende Labor-Training gelten als Vorläufer der Organisationsentwicklung und waren in den ersten OE-Programmen fester Bestandteil, um den sozialen Wandel innerhalb der Organisation durch eine Verhaltensänderung der Organisationsmitglieder zu fördern. 

Die heutigen Labore setzen natürlich andere Schwerpunkte und zielen vor allem auf die Generierung innovativer digitaler Geschäftsmodelle, Produkte und Services. 

Innovation Labs sind in realen oder virtuellen Räumen angesiedelt, in denen ungehindert geforscht, entwickelt und getestet werden kann. Nicht selten quartieren sich Labs in alte für die interdisziplinäre Arbeit umfunktionierte Industriegebäude ein. Die damit einhergehenden architektonischen Brüche entfalten einen ganz eigenen Charme und beflügeln die Kreativität der Lab Teams.

Die Erwartungen an die Innovation Labs sind hoch: Die Unternehmen müssen die Digitale Transformation stemmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und die Lab Teams sollen dafür die nötigen Innovationen liefern. 


Jedes Unternehmen braucht ein Innovation Lab

Heutzutage braucht jedes Unternehmen ein Innovation Lab. Denn mit der Digitalisierung sind Innovationen gefordert, die über das normale Maß weit hinausgehen.

Es reicht heute nicht mehr, vorhandene Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu verbessern oder weiterzuentwickeln, sondern es braucht gänzlich neue, d.h. vor allem neue digitale Produkte, neue digitale Dienstleistungen und neue digitale Geschäftsmodelle.
Und je schneller der technologische Fortschritt, desto zügiger sollte ein Innovation Lab auf den Weg gebracht werden.

„Warum ein Innovation Lab aufbauen und nicht die vorhandene Forschungs- und Entwicklungsabteilung nutzen?“

Das liegt an der Polarität von Dynamik und Stabilität im Unternehmen! Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung operiert in diesem Spannungsfeld nach den bewährten Regeln der Stabilität, so wie jede andere Abteilung auch.

Ein Innovation Lab kann die verloren gegangene Dynamik wieder anfachen. Bei den Startups lässt sich das jeden Tag beobachten: Bevor Stabilität in Form von Struktur, Hierarchie und Bürokratie Einzug hält, um ein wachsendes Unternehmen besser zu organisieren, dominiert Dynamik, d.h. visionäre Begeisterung, leidenschaftliche Kreativität und die schnelle Umsetzung neuer Ideen.

Diese Dynamik flammt mit einem Innovation Lab im Unternehmen erneut auf. Auf einmal ist der Startup Spirit wieder da!

Ein ganz prominentes Beispiel für eine solche Dynamik spielt sich gerade in der Autobranche ab. Hier kann man sogar von einer disruptiven Innovation sprechen, weil ein etabliertes Geschäftsfeld komplett umgekrempelt wird.

Gemeint ist die Elektromobilität, die sich anschickt, den Verbrennungsmotor zu verdrängen. Der Aktienkurs von Tesla ist gerade in den letzten Wochen durch die Decke gegangen. Und einige Medien titelten: Tesla jetzt an der Börse mehr wert als VW und BMW zusammen.

Da an der Börse bekanntlich die Zukunft gehandelt wird, ist das offensichtlich ein Fingerzeig, dass die etablierten Hersteller bei der Elektromobilität ins Hintertreffen geraten sind - und zwar wegen ihres Innovationsrückstands.

Tesla droht, die etablierten Verhältnisse der Autobranche auf den Kopf zu stellen. Das ist mit Disruption gemeint. In der Autobranche ließ sich sehr genau beobachten, wie lange die großen, etablierten Player gewartet und an der eigenen bewährten Technologie weitergeschraubt haben.

Nicht von ungefähr haben auch die Autokonzerne mittlerweile ihre Innovation Labs gegründet und das meist ganz bewußt außerhalb bestehender Konzernstrukturen. Wohl wissend, dass Kreativität und Innovation jenseits der Norm, jenseits der Routine und jenseits etablierter Verhältnisse viel besser gedeihen.

Und genau dafür sind Innovation Labs da: Als kreatives Experimentierfeld auf dem die herkömmlichen Regeln des Unternehmens ausnahmsweise nicht gelten. Stattdessen können die Teams frei aufspielen und dabei außergewöhnliche Innovationen hervorbringen. Deshalb braucht jedes Unternehmen ein Innovation Lab!


Im Innovation Lab arbeiten kreative Teams

Teamarbeit ist seit Jahrzehnten selbstverständlich in der Berufswelt. Fast jede Stellenausschreibung fordert Teamkompetenz. Vor allem in der Projektarbeit geht nichts ohne die vielfältigen Talente und Stärken eines gut aufeinander abgestimmten Teams.

Einer allein, das funktioniert angesichts der komplexen Herausforderungen einer digitalisierten Geschäftswelt schon lange nicht mehr. Das Wissen und Können vieler Teammitglieder ist nötig für die schnelle und erfolgreiche Umsetzung eines Projekts.

Im Innovation Lab arbeiten natürlich auch Teams miteinander aber nicht auf die herkömmliche Art und Weise. Es gibt mindestens drei Besonderheiten: 

Das erste Merkmal der Lab Teams ist die fokussierte Ausrichtung auf kreative Prozesse. Solche Prozesse funktionieren nicht nach Schema F.

Deshalb ist das zweite Merkmal eines Lab Teams die Synergie. Es reicht nicht aus, wie in einem herkömmlichen Team, Ziele, Aufgaben, Funktionen und Rollen zu definieren und dann loszulegen. Kreativität entsteht aus einer intensiven synergetischen Zusammenarbeit.

Daraus ergibt sich als drittes Merkmal der Lab Teams ein Maß an Gestaltungsfreiheit, das weit über das in Unternehmen übliche Maß hinausgeht: Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Netzwerkstrukturen statt Hierarchie und Selbstorganisation sind nur einige Schlagworte, die charakterisieren, was Teams in einem Innovation Lab ausmacht.

Die Zusammenarbeit in kreativen Teams gleicht in vielerlei Hinsicht dem Jammen einer Rock-Band oder dem Improvisieren einer Jazz-Combo.

Die Zusammenarbeit im Innovation Lab hat sehr wenig mit dem Abspielen eines fertigen Notensatzes zu tun, wie die Arbeit in Unternehmen normalerweise organisiert wird. Da ist alles geregelt und durchgeplant. 

Die Abläufe sind bekannt, jeder weiß, was zu tun ist und das Management kontrolliert wie der*die Dirigent*in eines Orchesters die Fortschritte bis zur Zielerreichung oder justiert nach. Dabei entsteht ein vorhersehbares Ergebnis aber keine Innovation.

Wenn Bands gemeinsam jammen und improvisieren, wenn sie in einen Flow kommen und in dieser aufregenden und leidenschaftlichen Synergie eine Note die andere gibt und so lange am Songtext gefeilt wird, bis es passt, entsteht ein neues Musikstück, vielleicht ein Chart-Hit, der auch beim Publikum Begeisterung hervorruft und den kreativen Funke überspringen lässt.

Man kann ein Innovation Lab am besten mit der Vorbereitung auf ein kleines, aber feines Musikfestival vergleichen, auf dem die verschiedenen Bands ihre zuvor kreierten Songs spielen und die Festivalbesucher*innen in Hochstimmung versetzen.

Genau darum geht es im Innovation Lab: Kreative Teams entwickeln innovative Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle, die bei den Kund*innen so gut ankommen, dass diese einfach nur begeistert sind.

Das also ist die eigentliche Herausforderung eines Innovation Lab: Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Teams so kreativ miteinander arbeiten können, wie das erfolgreiche Bands tun, die einen Hit nach dem anderen landen.


Das Innovation Lab ist ein kreativer Raum

Welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit kreative Teams optimal zusammenarbeiten?
 
Da ist zunächst die Raumgestaltung zu nennen.

Im Innovation Lab sollen die Teammitglieder ihr kreatives Potenzial in der Zusammenarbeit bestmöglich entfalten können. Deshalb ist die Raumgestaltung von enormer Bedeutung und unterscheidet sich eklatant von herkömmlichen Bürolandschaften.

Das typische Büro unterliegt hierzulande in Gestaltung und Einrichtung der Deutschen Industrienorm (DIN). Ein Blick in die Großraumbüros zeigt, dass es den Unternehmen vor allem darum geht, die Fläche pro Mitarbeiter zu optimieren. Das hat leider Nebenwirkungen, wie mangelnde Bewegungsfreiheit, Lärmbelästigung und fehlende Abgrenzung des eigenen Arbeitsbereichs. Denkbar schlechte Voraussetzungen für kreatives Teamwork!

Es versteht sich daher von selbst, dass der Workspace eines Innovation Lab anders aussehen sollte, als die übliche Käfighaltung im Büro.

Innovation Labs müssen je nach Bedarf der einzelnen Teams eine Vielzahl an flexiblen und offenen Arbeitswelten vorhalten. Kreativität braucht ein stimulierendes Umfeld. Im Innovation Lab ist es daher üblich von einer Arbeitsumgebung in die andere zu wechseln.

Manchmal sind große und offene Räume nötig, die Begegnung und Austausch fördern. Das können aber auch versteckte Kommunikationsecken für die intensive Diskussion im kleinen Kreis sein oder der Ruhebereich für das konzentrierte Arbeiten.

Dann wiederum braucht es vielleicht den Fußballkicker oder die Tischtennisplatte, um zwischendurch mal abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen oder die Kaffeebar für den zwanglosen Smalltalk mit den Kolleg*innen.

Für den Fall, dass ein Innovation Lab im Unternehmen neu implementiert wird, ergibt sich eine wunderbare Gelegenheit: Die Lab Teams selbst können mit mit der Gestaltung des kreativen Raums beauftragt werden.

Das hat gleich mehrere Vorteile: Mit diesem ersten Projekt der Raumgestaltung finden die Teams zusammen, steigen in die Selbstorganisation ein und können gleich ihre eigene Wohlfühlatmosphäre schaffen, damit die kreativen Funken später nur so sprühen.

Zum Glück entwickelt sich heute die ganze Arbeitswelt verstärkt in Richtung neuer Methoden und Formen der Zusammenarbeit. Für das Büro der Zukunft stehen daher bereits zahlreiche kreativitätsfördernde Ausstattungsvarianten zur Verfügung, so dass ein Innovation Lab schnell und einfach nach den Wünschen der Teams eingerichtet werden kann.

Neben der Raumgestaltung gibt es noch andere Rahmenbedingungen, damit kreative Teams optimal zusammenarbeiten. 


Creative Thinking im Innovation Lab 

Wer ein erfolgreiches Innovation Lab aufbauen möchte, sollte sich unbedingt mit den grundlegenden Erkenntnissen der Kreativitätsforschung beschäftigen. Denn Kreativität ist die Quelle für Innovation. Innovation Labs funktionieren in der Regel nicht ohne dieses Hintergrundwissen. 

Der kreativen Prozess besteht aus fünf Phasen: Die erste Phase dient der Vorbereitung. Nur wenn sich das Team intensiv mit dem Problem beschäftigt, kann es später eine Lösung erarbeiten.

Nach dieser Auseinandersetzung mit dem Problem findet in der zweiten Phase des kreativen Prozesses die unbewußte Informationsverarbeitung statt.

Daraus ergeben sich in der dritten Phase des kreativen Prozesses neue Einsichten und Erkenntnisse in Bezug auf die Problemstellung.

In der vierten Phase des kreativen Prozesses werden diese neuen Einsichten und Erkenntnisse kritisch bewertet und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

Der kreative Prozess endet mit der fünften Phase, in der erste Prototypen ausgearbeitet werden. 

Die einzelnen Phasen des kreativen Prozesses werden in einem Innovation Lab mit einem speziellen Methoden- und Mindset angegangen.

Wie sieht dieses spezielle Methoden- und Mindset aus, das kreative Teams im Innovation Lab befähigt, innovative Produkte, Services oder Geschäftsmodelle hervorzubringen? 

Das sind die fünf Erfolgsfaktoren kreativer Teams:

  • ein gemeinsames Verständnis von Kreativität 
  • eine faszinierende Vision
  • eine sich gegenseitig fördernde Diversität 
  • eine gelebte Dialogkultur
  • ein inspirierendes Flowerlebnis


Ein gemeinsames Verständnis von Kreativität

Kreativität ist eine besondere Art der Achtsamkeit. Teams werden dann kreativ, wenn sie sich für Kreativität entscheiden, denn Kreativität ist ein immer vorhandenes Potenzial, dass jederzeit Realität werden kann. Eingeschränkt wird Kreativität durch Routine und gewohnheitsmäßiges Handeln. Mit dem Gegensatzpaar Achtsamkeit und Routine verhält es sich so wie mit der Polarität zwischen Dynamik und Stabilität. Startups sind deshalb kreativ, weil sie achtgeben, auf das, was sie tun und dabei die Erwartung haben, etwas Neues und Großartiges zu erschaffen. Traditionsunternehmen sind dagegen viel weniger kreativ, weil alles längst in Routine erstarrt ist: „Wir machen das hier so, weil wir das schon immer so gemacht haben.“ Besser kann man eine kreativitätsfeindliche Einstellung gar nicht auf den Punkt bringen.

Eine inspirierende Vision 

Erfolgreiche kreative Teams versammeln sich in der Regel um eine Person, die es versteht, mit einer inspirierenden Zukunftsvision alle anderen Teammitglieder zu motivieren. Eine solche Vision zeichnet sich einerseits durch Originalität andererseits aber auch durch Machbarkeit aus. Die Vision bringt den Stein ins Rollen, setzt im Team ungeahnte Kräfte frei und fördert den Wunsch, das selbst gesteckte Ziel gemeinsam zu erreichen.

Eine synergetische Diversität

In erfolgreichen kreativen Teams arbeiten Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen, die ihre jeweilige Expertise einbringen. Das funktioniert wie in einer Musikband. Jedes Bandmitglied beherrscht sein Instrument perfekt und kann zugleich mit den anderen Bandmitgliedern so jammen, dass ein toller Song entsteht. Das ist pure Synergie und ergibt sich aus der Vielfalt im Team.

Eine gelebte Dialogkultur

Damit Diversität und Vielfalt im Team wirklich funktionieren, ist eine Kultur des aktiven Zuhörens und Miteinanderredens nötig. Natürlich wird in Teams immer viel geredet und diskutiert, aber das ist hier nicht gemeint. Denn in diesen Diskussionen geht es ganz im Sinne der allseits gepflegten Wettbewerbskultur mehr um Machtspielchen oder Selbstvermarktung als um das eigentliche Thema. Eine echte Dialogkultur mit ehrlichem Interesse an den anderen Teammitgliedern und ihren Fähigkeiten will also gelernt sein, damit das Ergebnis der Zusammenarbeit weit über das herkömmlicher Teams hinausgeht.

Ein faszinierendes Flowerlebnis

Wenn sich alle Teammitglieder aufeinander eingestimmt haben und ihre Kompetenzen optimal miteinander kombinieren, entsteht oft das, was in der Kreativitätsforschung „Flow“ genannt wird. Flow ist ein Zustand höchster Konzentration und totaler Versunkenheit in die Aufgabenstellung. Kreative Teams, die es schaffen im Flow zu arbeiten, bringen außergewöhnliche innovative Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle hervorzubringen. 


Die digitale und agile Transformation meistern 

Die Berliner Startup Szene sprüht nur so vor Energie und Kreativität. Die Startups zeigen, wie digitale und agile Transformation funktioniert! Viele gestandene Unternehmer*innen und Manager*innen schauen wehmütig auf die neue Arbeits- und Innovationskultur, die sich dort etabliert hat. Denn derart engagierte und motivierte Mitarbeiter*innen sind in klassisch geführten Unternehmen eher die Ausnahme als die Regel.

Diese trostlose Situation bestätigt der renommierte Gallup Engagement Index jedes Jahr aufs Neue: „Über fünf Millionen Arbeitnehmer (14 Prozent) haben ihren Job bereits innerlich gekündigt und besitzen keine emotionale Bindung zum Unternehmen. Dies geht aus dem aktuellem Gallup Engagement Index 2018 hervor. (…) Drei von vier Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift (71 Prozent).“

Doch es gibt noch Hoffnung: „Neben der Bindung zum Unternehmen, entscheidet die Unternehmenskultur maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg. Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass Mitarbeiter, die ihrem Unternehmen ein hohes Maß an Agilität zuschreiben, auch deutlich häufiger an dieses emotional hoch gebunden sind und es für die Zukunft als wirtschaftlich gut aufgestellt ansehen.“

Wie lässt sich die agile Arbeits- und Unternehmenskultur in einer Organisation wirksam und nachhaltig etablieren?

Der erste Schritt ist ein Innovation Lab: Bevor ein Change-Prozess für das gesamte Unternehmen ausgerollt wird, um die digitale und agile Transformation erfolgreich umzusetzen, lässt sich der Wandel unter Laborbedingungen testen.

Mit einem Innovation Lab holt sich das Management den Startup Spirit ins eigene Unternehmen, ohne die Stammbelegschaft zu verunsichern. Innovation Labs bereiten den Wandel vor und eignen sich bestens als Vorhut, Lernfeld und Keimzelle zukünftiger Transformationsprozesse.

Die Erwartungen an die Innovation Labs sind hoch: Die Unternehmen müssen die Digitale Transformation stemmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und die Lab Teams sollen dafür die nötigen Innovationen liefern. Das bedeutet konkret: Die Innovation Labs haben durch ihre Arbeit den entscheidenden Beitrag zum Wandel des Unternehmens hin zu einer vollständig vernetzten digitalen Organisation zu leisten.

Wie dieser Beitrag aber im einzelnen aussieht, ist höchst verschieden. Die strategischen Ansätze der Unternehmen reichen dabei von der Erweiterung des digitalen Leistungsangebots, über die Realisierung neuer digitaler Geschäftsideen und -modelle bis zur Installation unternehmensweiter Innovationsnetzwerke oder dem nachhaltigen Kulturwandel durch betriebliche Mitbestimmung. 


Zusammenfassung 

  • Heutzutage braucht jedes Unternehmen ein Innovation Lab. Denn mit der Digitalisierung sind Innovationen gefordert, die über das normale Maß weit hinausgehen. 


  • Damit kreative Teams außergewöhnliche Innovationen hervorbringen können, ist ein Experimentierfeld nötig, auf dem die herkömmlichen Regeln des Unternehmens nicht gelten: ein Innovation Lab.


  • Kreative Teams zeichnen sich durch eine besondere synergetische Zusammenarbeit aus, die mit großer Gestaltungsfreiheit einhergeht, um sich ganz auf den kreativen Prozess fokussieren zu können.


  • Kreative Teams entwickeln innovative Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle, die bei den Kund*innen so gut ankommen, dass diese einfach nur begeistert sind.


  • Dafür brauchen kreative Teams ein spezielles Methoden- und Mindset: Creative Thinking.


  • Mit folgenden Bausteinen lässt sich ein erfolgreiches Innovation Lab aufbauen: ein gemeinsames Verständnis von Kreativität, eine faszinierende Vision, eine sich gegenseitig fördernde Diversität, eine gelebte Dialogkultur und ein inspirierendes Flowerlebnis. 


  • Die Erwartungen an die Innovation Labs sind hoch: Die Unternehmen müssen die Digitale Transformation stemmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und die Lab Teams sollen dafür die nötigen Innovationen liefern. 


  • Ein Innovation Lab lässt sich mit überschaubarem Aufwand implementieren, weil es fernab der standardisierten Unternehmensprozesse aufgesetzt wird. 


  • Das sich ständig ändernde Marktumfeld schreit förmlich nach permanenter Anpassung durch kund*innenorientierte Innovation. Die Digitale Transformation hat den Anpassungsdruck nochmals spürbar erhöht. 


  • Es ist höchste Zeit, out of the box zu denken! Nur wer unkonventionell über den eigenen Tellerrand hinausschaut, kann die Chancen der digitalen Zukunft ergreifen. 


  • Mit einem Innovation Lab holt sich das Management den Startup Spirit ins eigene Unternehmen und lässt der Kreativität wieder freien Lauf. Ein Innovation Lab gehört heute zu den wichtigsten Managementinstrumenten überhaupt.



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