PROJEKT DIGITALISIERUNG

In 7 Schritten zur erfolgreichen Digitalen Transformation

Autor: Steffen Griesel, Business Trainer & Agile Coach  


Digitale Transformation in der Wirtschaft

Die Vorstellungen darüber, was mit der Digitalen Transformation eigentlich gemeint ist, gehen weit auseinander: Während die einen in der Digitalisierung ein umwälzendes Jahrhundertereignis sehen, das die heutige Lebens- und Arbeitswelt komplett umkrempeln wird, denken andere, ein Unternehmen sei schon dann digitalisiert, wenn die Mitarbeiter*innen mit Smartphone und Laptop zwei Tage im Monat ins Home Office dürfen und über VPN Zugriff auf das Firmennetz haben. 

Um was also geht es bei der Digitalen Transformation genau?


In der populären Managementliteratur wird die Digitalisierung eindringlich geschildert: Da ist z.B. die Rede von einer der größten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die es in der Geschichte je gab. Andere sprechen von einer grundlegenden Neudefinition der Märkte oder vom Megatrend der totalen Digitalisierung.


Das hört sich alles sehr spektakulär an!


Dabei ist in technischer Hinsicht mit der Digitalisierung eigentlich nur die Umwandlung analoger in digitale Daten gemeint. Aber das hat es natürlich in sich! Denn digitale Daten lassen sich elektronisch übertragen, verarbeiten und speichern. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten sind enorm - gerade in wirtschaftlicher Hinsicht.


Digitale Technologie ist alles andere als neu. Immerhin wurde der erste vollelektronische digitale Computer bereits 1946 gebaut. Seitdem sind etliche Wellen digitaler Technologie über uns hinweggeschwappt, angefangen von den Großrechnern über Personal Computer, den Smartphones bis hin zu digitalen Assistenten.


Die Digitalisierung nahm mit der wachsenden Internetaffinität der Verbraucher*innen so richtig Fahrt auf. Als weltumspannendes Rechnernetzwerk schafft das Internet die Grundlage für den digitalen Datenaustausch, indem es Zugriff auf eine unvorstellbar große Anzahl digitaler Datensätze bietet.


Die Popularität des Internet und die massenhafte Verbreitung digitalter Geräte, wie PC, Smartphone oder Tablet, haben einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt, der als Digitale Transformation bezeichnet wird.


Was ist in den letzten 25 Jahren genau passiert?


Als User digitaler Geräte haben die Verbraucher*innen durch Vorreiterunternehmen wie Amazon, Google, Facebook, Netflix oder Apple erlebt, was digitale Vernetzung möglich macht: Immer und überall können sie sich vernetzen und digitale Daten austauschen. Denn genau das passiert in technischer Hinsicht, wenn User online bei Amazon einkaufen, eine Suchanfrage bei Google platzieren, jemanden auf Facebook adden, eine Serie bei Netflix streamen und das alles mit einem iPhone von Apple machen.


Das Bedürfnis der Verbraucher*innen, sich immer und überall vernetzen und digitale Daten austauschen zu können, hat einen starken Veränderungsdruck in der Wirtschaft erzeugt. Viele Unternehmen begannen daraufhin, ihre Prozesse ebenfalls zu digitalisieren, d.h. digitale Kommunikations- und Vertriebswege für Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.


Bekannte und oft zitierte Beispiele dafür, wie sich ein Geschäftsmodell nur mit digitaler Vernetzung auf Basis einer Plattform konzipieren lässt, sind die Dienstleistungsvermittler Airbnb und Uber. Ohne eigene Hotels ist Airbnb zu einem globalen Vermieter von Unterkünften aufgestiegen. Ohne eigene Autos hat Uber weltweit die Taxibranche aufgerollt. Beide Unternehmen generieren mittlerweile Milliardenumsätze. 


Doch nicht nur in der Dienstleistungsbranche auch in der industriellen Produktion eröffnet die Digitalisierung enormes Potenzial zur Effizienzsteigerung, Prozessverbesserung und Automatisierung. Schon viele Jahre wird über die Industrie 4.0 geredet. Das war mal ein ambitioniertes Zukunftsprojekt der deutschen Bundesregierung. Die Idee wurde erstmals auf der Hannovermesse 2011 öffentlich vorgestellt und in den darauffolgenden Jahren konzeptionell ausgearbeitet. Mit Industrie 4.0 ist eine Form der industriellen Produktion gemeint, bei der alle Einzelkomponenten so intelligent miteinander digital vernetzt sind, dass ein weitestgehend selbstorganisierter Produktionsprozess entsteht.


Trotz aller Initiativen und Appelle taten sich die deutschen Unternehmen in den letzten Jahren schwer damit, die Digitalisierung konsequent voranzutreiben. Das geht auch aus einer Bitkom-Studie hervor, die Anfang 2020 veröffentlicht wurde: „In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft werden die eigenen Erfolge bei der Digitalisierung skeptisch beurteilt. Eine deutliche Mehrheit (58 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände gibt an, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung noch ein Nachzügler sei.“ 


Es fehlte wohl lange der Veränderungsdruck aufgrund der guten wirtschftlichen Lage. Das ist bitter, denn der wirtschaftliche Erfolg eines jeden Unternehmens wird in Zukunft von seinem digitalen Reifegrad abhängen. Mehr noch, der ganze Wirtschaftsstandort Deutschland steht im Zeitalter der Digitalisierung in einem neuen internationalen Wettbewerb. Je langsamer die Digitalisierung in Deutschland voranschreitet, desto schlechter steht es um die Wettbewerbsfähigkeit. Es ist also höchste Zeit, zu handeln!



Herausforderung für Politik und Verwaltung

Nicht nur Industrie und Wirtschaft sind von der Digitalen Transformation betroffen, der Veränderungsdruck lastet auch schwer auf Politik und Verwaltung. Vor allem der Ausbau und die Verbesserung des Breitbandnetzes sind notwendig, um das Stadt-Land-Gefälle bei der Digitalisierung zu reduzieren. In vielen Gemeinden  auf dem Land liegt die Download-Geschwindigkeit zum Nachteil von Bürger*innen und Firmen noch immer deutlich unter 50 Megabit pro Sekunde. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2025 eine gigabitfähige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und die Versorgungsunterschiede zwischen Stadt und Land zu minimieren.

Das ist eine gute Nachricht, denn die kommunale Infrastruktur könnte selbst vom Einsatz digitaler Technologie profitieren. Als Pendant zur Industrie 4.0 wäre eine Verwaltung 4.0 denkbar, die ebenfalls das ganze Potenzial der digitalen Technik nutzt und für eine umfassende Vernetzung aller Beteiligten innerhalb der Kommune sorgt. Aber auch die Teilhabe an kommunalpolitischen Prozessen und die Transparenz der daraus resultierenden Entscheidungen lässt sich durch digitale Kommunikationstechnik fördern. 

Allerdings besteht noch erheblicher Nachholbedarf: Laut einer UN-Studie von 2015 kommt Deutschland im weltweiten Vergleich bei eGovernment gerade einmal auf Platz 21 und schafft es in Europa nicht unter die ersten zehn. In den letzten Jahren haben die deutschen Verwaltungen allerdings aufgeholt und bauen das digitale Angebot kontinuierlich aus.

Die Auswahl der für eGovernment notwendigen IT-Systeme ist nicht immer einfach, weil sowohl die Kompatibilität mit älteren Geräten als auch die nötigen Sicherheitsstandards zu berücksichtigen sind, um die Funktionsfähigkeit und Datensicherheit der Netzwerke zu gewährleisten. 

Die Einführung und der Ausbau digitaler Technik ist zweifellos eine große Herausforderung. Denn dadurch werden etablierte Arbeitsprozesse auf den Prüfstand gestellt und neue Formen der Zusammenarbeit erprobt. Das setzt Mitarbeiter*innen unter Druck und kann zu Verunsicherung führen. Doch die Zeit drängt, denn die Digitalisierung schreitet rasant voran.


So gelingt die Digitale Transformation in sieben Schritten!

Digitale Technologie eröffnet unzählige neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Andererseits verschärft die Digitalisierung den Wettbewerb und stellt viele traditionelle Geschäftsmodelle in Frage. 


Wer die Digitalisierung in den letzten Jahren dennoch vor sich hergeschoben hat, ist in guter Gesellschaft. Zwar haben viele Unternehmen bereits digitale Leuchtturmprojekte gestartet und mit agilen Managementmethoden experimentiert, aber die wenigsten haben einen Plan dafür, wie sie die gesamte Organisation fit machen können für die Herausforderung der Digitalisierung. 


Die Angst vor Veränderung ist nur allzu verständlich. In den Unternehmen wird kein Stein auf dem anderen bleiben, wenn das bisherige Geschäftsmodell und die bestehenden Prozesse mit Hilfe digitaler Technologie transformiert werden. Die Abläufe ändern sich radikal, wenn alles miteinander digital vernetzt ist. In einem digitalen Umfeld sind deshalb völlig neue Kompetenzen und Fähigkeiten nötig - sowohl im Management als auch in der Mitarbeiterschaft.  

1. Digitale Reife

Die meisten digitalen Transformationsprozesse starten mit einer Reifeprüfung. Dabei dreht sich keineswegs alles nur um Technologie. Ganz im Gegenteil: Um die Digitalisierung zu meistern, müssen alle Unternehmensdimensionen reif für den Wandel sein.


Wer sein Unternehmen erfolgreich digital transformieren möchte, das haben empirische Praxisstudien bereits gezeigt, muss alle Unternehmensdimensionen analysieren und neu ausrichten. Die digitale Reife eines Unternehmens zeigt sich beispielsweise in der Strategie, im Kund*innenerlebnis, in der Unternehmenskultur, im Führungsverständnis, in der Organisationsstruktur, in den Geschäftsprozessen, beim Fachpersonal und vor allem in der Innovationsstärke.


Gerade weil die digitale Transformation ein mehrdimensionaler Prozess ist, reichen einzelne Digitalprojekte nicht aus, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Punktuelle Aktivitäten müssen eingebunden sein in den größeren mehrsimensionalen Transformationsprozess, um ein Unternehmen wirklich fit für die digitale Zukunft zu machen. Zu Beginn der digitalen Transformation steht deshalb eine ehrliche Bestandsaufnahme, wie hoch der Reifegrad in den einzelnen Unternehmensdimensionen bereits ausgeprägt ist und wie sich der Reifegrad weiter steigern lässt.


2. Digitaler Mehrwert

Digitale Technologie prägt heute fast jeden Lebens- und Arbeitsbereich. Der Transformationprozess ist in vollem Gange und der technische Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran. Die Digitalisierung schafft mittlereile auf vielen Anwendungsfeldern neue Marktbedingungen, auf die sich ein Unternehmen einstellen muss, das weiterhin wettbewerbsfähig bleiben will. 


Das Wichtigste dabei ist, sich ganz und gar an den Bedürfnissen der digitalisierten Kund*innen auszurichten. Unternehmen müssen auf allen Ebenen so gut vernetzt sein, dass sie schnell und überzeugend die sich ändernden Erwartungen ihrer Kund*innen erfüllen können. Die entscheidende Frage dabei lautet immer: Wie lässt sich durch digitale Technologie ein Mehrwert für die Kund*innen schaffen? 


Mehrwert für die Kund*innen lässt sich auf verschiedenen Wegen schaffen, z.B. durch eine smarte Problemlösung, einen besseren Service oder eine hohe Produktqualität und Nutzerfreundlichkeit. Mit digitaler Technologie eröffnen sich unzählige Möglichkeiten, einen signifikanten Mehrwert für die Kund*innen zu schaffen.


3. Digitale Strategie

In den letzten Jahren sind die Märkte durch die Beschleunigung der Digitalisierung schneller und dynamischer geworden. Viele Unternehmen haben bei ihrer strategischen Planung erfahren, dass sich mit den Methoden von gestern die Herausforderungen von heute nicht bewältigen lassen. 


Die klassischen Strategieansätze gehen von Voraussetzungen aus, die mittlerweile in den meisten Branchen nicht mehr gegeben sind. Dazu gehört beispielsweise die Gewissheit, dass sich die zuküftige Marktentwicklung und Wettbewerbssituation prognostizieren lässt. Doch diese Zeiten sind vorbei.  


Der rasante technologische Fortschritt bringt in immer kürzeren Zyklen Innovationen hervor, die Startups blitzschnell in erfolgreiche digitale Geschäfstmodelle umsetzen, Konsument*innen begeistern und traditionelle Unternehmen damit unter Druck setzen. 


Aus diesem Grund werden jetzt immer häufiger die Prinzipien des agilen Projektmanagements auf die Strategieentwicklung übertragen. Statt die Zukunft vorherzusagen und starre Strategiepläne zu erstellen, gehen Unternehmen dazu über, bei der Strategieentwicklung alle Stakeholder ins Boot zu holen sowie interativ und inkrementell zu verfahren.  


4. Innovation Labs

Das derzeit bevorzugte Mittel der Unternehmen, um sich zu digitalisieren, sind sogenannte Innovation Labs. In den letzten Jahren sind Innovation Labs wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dabei orientieren sich die deutschen Unternehmen am Vorbild des Silicon Valley, wo in den Innovation Labs neue zukunftsfähige Geschäftsideen mit teils disruptiver Kraft entstehen.  


In den Laboren hierzulande wird mit Begeisterung und Spaß an neuen digitalen Geschäftsmodellen, Produkten und Services gefeilt. Die Erwartungen an die Innovation Labs sind hoch: Die Unternehmen müssen die Digitale Transformation stemmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und die Lab Teams sollen dafür die nötigen Innovationen liefern.  


Das bedeutet konkret: Die Innovation Labs haben durch ihre Arbeit den entscheidenden Beitrag zum Wandel des Unternehmens hin zu einer vollständig vernetzten digitalen Organisation zu leisten. Die Digitalisierung ist für etablierte Unternehmen nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine Anfrage an die bisherige Struktur und Kultur der Organisation. In der Praxis ist es viel aufwändiger, starre Hierarchien und überkommene Einstellungen zu ändern als eine passende technologische Lösung für die Digitalisierungsstrategie zu finden.


5. People Change

Die Digitalisierung ist für etablierte Unternehmen nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine Anfrage an die bisherige Struktur und Kultur der Organisation. In der Praxis ist es viel aufwändiger, starre Hierarchien und überkommene Einstellungen zu ändern als eine passende technologische Lösung für die Digitalisierungsstrategie zu finden.


Es gilt, die Struktur und Kultur des Unternehmens fit zu machen für die digitale Welt. Zwar ist die Geschäftswelt der letzten Jahrzehnte geprägt durch Change Projekte und Veränderungsprozesse. Bei der Digitalisierung handelt es sich jedoch um eine neue Qualität des Wandels. 


Im Gegensatz zu einem Change-Prozess, der eine Veränderung innerhalb eines relativ stabilen Systems bewirkt, ist die Digitalisierung ein grundlegender Systemwechsel. Mit dem stetig steigenden Grad der digitalen Vernetzung werden die Arbeitsbedingungen in Zukunft immer komplexer. Das erfordert einen neuen Mitarbeitertypus, der in der Lage ist, die steigende Komplexität durch souveränes vernetztes Denken und Handeln zu bewältigen.

6. Digital Leadership

Die digitale Transformation ist ein solch einschneidendes Ereignis in jedem Unternehmen, dass ein ganz spezieller Führungsstil nötig ist, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Digital Leaderhip ist das Konzept mit dem die Führungskräfte den digitalen Wandel aktiv vorantreiben können. 


Die wichtigste Aufgabe eines Digital Leaders besteht darin, die Umstrukturierung im Unternehmen zu organisieren, die mit der Digitalisierung einhergeht. Im Kern geht es für Digtal Leader darum, wachsende Komplexität zu managen. Worin zeigt sich diese Komplexität?


Neben der steigenden digitalen Vernetzung sind eine starke Dynamik und hohe Intransparenz kennzeichnend für die aktuelle Marktsituation: Die Informationslage ist undurchsichtig. Zukunftsprognosen verlieren an Aussagekraft. Jederzeit kann es zu überraschenden disruptiven Innovationen kommen. Kund*innenanforderungen ändern sich viel schneller als früher. Produktentwicklungszyklen werden immer kürzer. Die digitale Technologie entwicklet sich rasant weiter. Die einzige Konstanze in einer digitaliserten Welt ist die Veränderung.

7. Agiles Management

Agilität gilt seit einigen Jahren das Managementkonzept, mit dem sich die  Digitalisierung am besten organisieren lässt. Agilität steht zudem für eine flexible und kund*innenorientierte Organisationsform, die schnell auf neue Marktbedingungen reagiert und sehr anpassungsfähig ist.


Veränderung ist seit jeher kennzeichnend für die Geschäftswelt. Was die Digitalisierung allerdings historisch einzigartig macht, ist das Tempo, mit der die bisherige Normalität auf den Märkten durcheinandergewirbelt wird und neue Standards in allen Wirtschaftssektoren entstehen. 


Agilität betrifft alle klassischen Managementaufgaben und hat das Ziel, Unternehmen reaktionsfähiger auf äußere Veränderungen zu machen, die interne Entwicklung zu beschleunigen und die Innovationskraft zu steigern. 



Zusammenfassung


  • Digitale Technologie ist alles andere als neu. Immerhin wurde der erste vollelektronische digitale Computer bereits 1946 gebaut. Die Digitalisierung nahm aber erst mit der wachsenden Internetaffinität der Verbraucher*innen so richtig Fahrt auf. Als weltumspannendes Rechnernetzwerk schafft das Internet die Grundlage für den digitalen Datenaustausch, indem es Zugriff auf eine unvorstellbar große Anzahl digitaler Datensätze bietet.


  • Die Popularität des Internet und die massenhafte Verbreitung digitalter Geräte, wie PC, Smartphone oder Tablet, haben einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt, der als Digitale Transformation bezeichnet wird.


  • Das Bedürfnis der Verbraucher*innen, sich immer und überall vernetzen und digitale Daten austauschen zu können, hat einen starken Veränderungsdruck in der Wirtschaft erzeugt. Viele Unternehmen begannen daraufhin, ihre Prozesse ebenfalls zu digitalisieren, d.h. digitale Kommunikations- und Vertriebswege für Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.


  • Bekannte und oft zitierte Beispiele dafür, wie sich ein Geschäftsmodell nur mit digitaler Vernetzung auf Basis einer Plattform konzipieren lässt, sind die Dienstleistungsvermittler Airbnb und Uber. Ohne eigene Hotels ist Airbnb zu einem globalen Vermieter von Unterkünften aufgestiegen. Ohne eigene Autos hat Uber weltweit die Taxibranche aufgerollt. Beide Unternehmen generieren mittlerweile Milliardenumsätze. 


  • Doch nicht nur in der Dienstleistungsbranche auch in der industriellen Produktion eröffnet die Digitalisierung enormes Potenzial zur Effizenienzsteigerung, Prozessverbesserung und Automatisierung.


  • Digitale Technologie eröffnet unzählige neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Andererseits verschärft die Digitalisierung den Wettbewerb und stellt viele traditionelle Geschäftsmodelle in Frage. 


  • Digitale Technologie prägt heute fast jeden Lebens- und Arbeitsbereich. Der Transformationprozess ist in vollem Gange und der technische Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran. Das Wichtigste dabei ist, sich ganz und gar an den Bedürfnissen der digitalisierten Kund*innen auszurichten.


  • Der rasante technologische Fortschritt bringt in immer kürzeren Zyklen Innovationen hervor, die Startups blitzschnell in erfolgreiche digitale Geschäfstmodelle umsetzen, Konsumenten begeistern und traditionelle Unternehmen damit unter Druck setzen. Aus diesem Grund werden jetzt immer häufiger die Prinzipien des agilen Projektmanagements auf die Strategieentwicklung übertragen.


  • Das derzeit bevorzugte Mittel der Unternehmen, um sich zu digitalisieren, sind sogenannte Innovation Labs. In den letzten Jahren sind Innovation Labs wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dabei orientieren sich die deutschen Unternehmen am Vorbild des Silicon Valley, wo in den Innovation Labs neue zukunftsfähige Geschäftsideen mit teils disruptiver Kraft entstehen. 


  • Die Digitalisierung ist für etablierte Unternehmen nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine Anfrage an die bisherige Struktur und Kultur der Organisation. In der Praxis ist es viel aufwändiger, starre Hierarchien und überkommene Einstellungen zu ändern als eine passende technologische Lösung für die Digitalisierungsstrategie zu finden.


  • Die digitale Transformation ist ein solch einschneidendes Ereignis in jedem Unternehmen, dass ein ganz spezieller Führungsstil nötig ist, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Digital Leaderhip ist das Konzept mit dem die Führungskräfte den digitalen Wandel aktiv vorantreiben können. 

  • Agilität gilt seit einigen Jahren das Managementkonzept, mit dem sich die  Digitalisierung am besten organisieren lässt. Agilität steht zudem für eine flexible und kund*innenorientierte Organisationsform, die schnell auf neue Marktbedingungen reagiert und sehr anpassungsfähig ist.

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